Danke für den schönen Tag!

Am Samstag, dem 29. Juni 2019, trafen sich Kinder des Montessori-Kinderhauses, Eltern, Großeltern und viele Gäste auf dem Gelände in der Hardenbergstraße 23. An diesem heißen Tag sollte unsere Grundschule gefeiert werden. Und was wurde es für ein tolles Fest! Kindergarten und Schule verbrachten gemeinsam erlebnisreiche Stunden bei diesem schönen Sommerfest. Die Schulkinder eröffneten das fröhliche Treiben mit einem Programm, welches viele Höhepunkte der 20 Jahre des Schulbestehens in Erinnerung rief: Seifenkistenrennen, Albert-Kuntz-Lauf, Klassenfahrten, Disko, Lesenächte mit Mutproben, … Ein Gaudi stellte anschließend auch der Wettbewerb der sportlichen Familien dar. Hübsch verkleidet traten aus jeder Familie zwei Sportler an, um rohe Eier ins Ziel zu bringen und unsere Monte-Shirts auf der Wäscheleine aufzuhängen. Als Belohnung gab es gesponserte Gutscheine für den Kletterpark Ravensberg und für das Badehaus Nordhausen. Während des Festes lief ein Kuchenwettbewerb. Welcher Kuchen schmeckt am besten? Immerhin gab es neben Harzunger Grillwürstchen und Steaks auch 42 Kuchensorten zu probieren. Eine Jury kürte die drei Favoriten. Und wer nachbacken möchte, für den wird gerade mit viel Liebe und Engagement durch das Lernstudio Nordhausen ein Backbuch mit den vielen Rezepten gedruckt. Sportlich ging es auf dem Spielplatz weiter. Susanne Nikoleizig bot den Kindern die Möglichkeit, sich im Fechten auszuprobieren. Der Kreissportbund stellte ein riesiges Equipment zur Verfügung. Damit konnte geklettert, balanciert, gespielt werden. Für jedes Kind spendierte der KSB eine Medaille anlässlich des Festes. Das Buchhaus Rose spendierte eine ganze Kiste Bücher für die Leseratten unserer Schule, welche mit großem Hurra zur Auswertung des Lesewettbewerbs in Empfang genommen wurden. Das Nordhäuser Fotostudio Kind bot die Möglichkeit, mit Maria Montessori abgebildet zu werden. Viel Freude verbreiteten auch die bunten Ballons, deren Füllung von der Firma B-E-M Service zur Verfügung gestellt wurde. Weiterhin bastelten die Kinder, ließen sich schminken, schossen auf eine Torwand. Die Kinder konnten auf einer Burg hüpfen, die wieder einmal von Herrn Kirst in Aktion gebracht wurde, eine Kunstausstellung betrachten und sich durch Frau Cieslak über das Degamba-Schul-Projekt informieren,… 

Unter den vielen Gästen fanden sich ehemalige Schülerinnen und Schüler ein. Das war eine Freude! Max, Arthur, Lenny, Basti, Hanna, Annika und so weiter! Tolle Gespräche und großes Staunen über die Lebenspläne unserer Ehemaligen. Viele kennen unser Kinderhaus schon aus Kleinkindtagen. Sie besuchten unser Montessorihaus als Kindergartenkind und blieben bis zum Abschluss der Grundschule.  Zu erwähnen bleibt, dass wir auch Geld für unsere Projekte, z. B. der Sinnesgarten, erhielten und weitere Unterstützung zugesagt wurde. Den Firmen Relax & Vital, Universalbeton Heringen, Aryzta Bakeries Deutschland GmbH und der Wohnungsbaugenossenschaft Nordhausen danken wir an dieser Stelle ebenso recht herzlich. Nicht zuletzt möchten wir der Firma Astra Werbetechnik ein Danke sagen, weil sie für uns ein kostenfreies Plakat herstellte, auf dem alle Unterstützer und Sponsoren ersichtlich wurden…                                                                                                                                            

… und nicht zuletzt danken wir auch der Wohnungsbaugenossenschaft Nordhausen

Ein tolles Fest! Wir sagen DANKESCHÖN an die Kinder, an die vielen engagierten Eltern, insbesondere an die Schulelternsprecher Frau Lande und Frau Krelle und die Elternsprecher des Kindergartens, nochmals an alle Sponsoren, die uns mit Sachgeschenken und finanzieller Unterstützung zur Seite standen.

Und hier noch einige Ergebnisse aus der Umfrage unserer Reportergruppe:

Drei Jahre Schulprojekt Degamba – eine beeindruckende Reise

Unglaublich- wie schnell doch zwei Wochen vergehen können! Heute, seit dem 14. Oktober sind wir wieder da – unsere kleine Reisegruppe, bestehend aus neun Personen.

Am 30. September begannen wir unsere Reise in dieses fremde, ferne Land Äthiopien. Zwei Beweggründe führten uns nach Afrika: Erstens gibt es nur den einen Weg, Spendengeld und Geschenke aus unserem Hilfsprojekt der Degamba-Schule zukommen zu lassen. Man reist also selbst dorthin. Zweitens interessierten uns natürlich Land und Leute, welche uns schon von Katrin Cieslak und ihren Mädels vorgestellt wurden.

Mächtig aufgeregt waren wir, als unsere Wanderung durch die tigrinische Landschaft uns in die Community von Degamba führte. Kiros, unser Guide und äthiopischer Projektbetreuer, hatte uns berichtet, dass extra für uns ein Schaf geschlachtet und eine Zeremonie vorbereitet wurde. Am Dorfrand angekommen, begrüßten uns schon neugierig und überaus freundlich viele Kinder jeden Alters und Erwachsene. „Ferenji, Ferenji!“, der Ausdruck für weiße Ausländer, riefen die Kinder und begleiteten uns bis zur Schule. Wir betraten das Schulgelände und das ausführliche Herzlich Willkommen begann. Der Dorfvorsteher, Schuldirektor, der Englisch-Lehrer und so viele andere Personen schüttelten unsere Hände und empfingen uns mit dem äthiopischen Schultergruß. Vorm Eingang des neu eingerichteten Schulmuseums standen die Kinder. Auf Englisch sangen sie ihren Willkommensgruß und präsentierten ihr neues Plakat. Zu Tränen gerührt lasen wir vom dritten Jahrestag der Unterstützung der Montessori-Schule für die Degamba-Schule, dass wir Brüder und Schwestern wären und es sich um eine Partnerschaft von größter Bedeutsamkeit handle.

Freundlich schoben uns die Gastgeber in das Museumsgebäude. Der Raum war für unsere Verhältnisse ziemlich dunkel. Doch konnte man die vielen Bilder und Texte zur Geschichte des Landes gut erkennen. In der Mitte des Raumes waren viele Stühle aufgebaut. Zusammen mit Vertretern der Community, der Schule und Eltern der Schüler verfolgten wir die Reden der Persönlichkeiten der Degamba-Schule. Kiros half durch seine Übersetzungen zu verstehen, wie dankbar die ganze Schule, ja, das ganze Dorf sind für die Förderung der Bildung vor Ort. Schließlich wurden wir, einer nach dem anderen, nach vorn gebeten und jeder bekam ein Geschenk. Die Frauen und Mädchen jeweils ein handgefertigtes Kleid, die Männer ein Tuch. Schließlich überreichten wir den Spendenbeitrag und die Patenschaftsgelder in Höhe von 2552 € plus 600 € Spenden vom Martin-Luther-Kirchentag in Nordhausen. Kiros hatte in unserem Auftrag das Geld bereits in die äthiopische Währung wechseln lassen. Und so drückten wir dem Schuldirektor ein riesiges Bündel von Geldscheinen in die Hand. Über 84000 Birr! Tosender Applaus und ungeheure Freude beeindruckten uns sehr.

Nach diesem feierlichen Akt wurden wir im Freien zu Tisch gebeten. Es gab Injera, das Nationalgericht, mit dem scharf zubereiteten Schafsfleisch. Viele Fotos wurden geschossen, wir wurden durch die Schule geführt. Stolz präsentierten die Äthiopier den neu gestrichenen Klassenraum der Meles-Klasse und deren neue Tische und Stühle. Ergebnis der Vorjahresspende! Vom diesjährigen Geld soll das Dach teilweise mit durchscheinendem Material ersetzt werden, damit es im Klassenraum heller wird. Außerdem sollen jede Menge Schülertische und-stühle repariert werden. Weitere Klassenräume erhalten einen neuen Anstrich. Kiros wird jedenfalls alle Verbesserungen überwachen und uns davon berichten.

Da die Zeit eilte- in Äthiopien geht die Sonne zu dieser Jahreszeit ziemlich schnell gegen 18 Uhr unter- konnten wir das große Auspacken der Geschenke nicht mehr beobachten. Wir hatten noch einen langen Wanderweg zu unserer Unterkunft zu bewältigen. Also verabschiedeten wir uns. Lange begleiteten uns die Kinder noch auf unserem Weg aus dem Dorf. Unterwegs grüßten uns freundlich die Männer und Frauen von den Feldern. Immer wieder wollten die Kinder fotografiert werden und uns die Hand geben. Es fiel uns schwer, diese überaus freundlichen Menschen zurückzulassen. Wir sind uns einig: Das war sicher nicht unser letzter Aufenthalt in Degamba!

Liebe Freunde unseres Projektes „Degamba-Schule“,

eigentlich reichen Worte nicht aus, der Dankbarkeit der Degamba-Community für die Unterstützung ihrer Schule Ausdruck zu verleihen. Ich will es dennoch hier stellvertretend für sie tun. Danke für das Über-den-Tellerrand-Schauen,  für das Mitfühlen, für das Verantwortung übernehmen, für die Großzügigkeit!

Sabine Dreßler

15 Jahre und kein bisschen leise

Bevor die wohlverdienten Herbstferien starten konnten, lag unsere erste Projektwoche in diesem Schuljahr vor uns. Voller Vorfreude, Aufregung und mit viel Energie freuten wir uns auf diese Woche. Im Mittelpunkt stand dabei das Leben und Wirken von Maria Montessori, der Namensgeberin unseres Kinderhauses und Ihrer Pädagogik. Wir lernten in dieser Woche und arbeiteten in den verschiedensten Bereichen zum Thema. Die „Großen“ interviewten uns Kinder sowie die Erwachsenen. Alles wurde dann in einer Geburtstagszeitung zusammengefasst…

Toleranz, Mitbestimmung, Akzeptanz und gegenseitige Hilfe – all das stand während der Projektwoche im Mittelpunkt. Doch nicht nur in dieser Zeit stehen diese Prinzipien für unser Lernen und das alltägliche Miteinander in unserem Kinderhaus.

Ein toller Geburtstagskuchen

Besonders freuten wir uns auf den Donnerstag – unseren 15. Schulgeburtstag. Zu einem Geburtstag gehört selbstverständlich eine Party…. und diese haben wir auch gefeiert! Wir begannen mit einem kleinen Ständchen und danach gab es eine Stärkung an unserem Geburtstagsbüffet, das unsere Pädagogen, die fleißigen „Hände in der Küche“ sowie unsere Eltern sehr gut vorbereitet hatten. Nach den Anstrengungen der Projektwoche sowie der freudigen Erwartung, was uns das Team des Kinderhauses noch für Überraschungen bereiten würde, ließen wir uns das reichhaltige Büffet schmecken.

Dann konnte unsere Party beginnen…. Torwandschießen, Kinderschminken, Kegelboxen und und und…

Am Ende des Tages waren wir glücklich und erschöpft. Eine tolle Geburtstagsparty mit vielen Highlights lag hinter uns. Wir sind 15 Jahre jung und haben allen Anwesenden gezeigt, was in uns steckt und was wir noch alles in den nächsten Jahren bewegen können. Bereits heute freuen wir uns auf unseren „nächsten“ Geburtstag…auch wenn nicht mehr alle von uns dabei sein werden… UNSER 15. Geburtstag wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.

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