Freiarbeit

in der Montessori-Pädagogik

Wenn sich das Kind immer selbst aussuchen kann, was es lernen will, dann wird es doch bestimmt schwierigere Inhalte immer vermeiden und dann auch nur das lernen, was ihm Spaß macht…?

Die freie Wahl der Arbeit ist ein grundlegender Stein der Montessori-Pädagogik:
Jedes Material ist in der Klasse oder im Material-Raum nur einmal vorhanden. Ist ein Montessori-Material besetzt, muß das Kind auf ein anderes Material ausweichen. Somit erfolgt ein automatischer Wechsel der verschiedenen Materialien.
Maria Montessori beschreibt die freie Wahl nicht als: einfach tun was Spaß macht, sondern als überlegtes Handeln des Kindes. Einem Kind ist die Verantwortung der freien Wahl durchaus bewußt.
Dadurch fällt die Entscheidung des Kindes unter Abwägung verschiedener Gesichtspunkte, darunter auch: was ist gut für mich.
Auch muss man bedenken, dass Kinder, die Montessori gewöhnt sind, ein anderes Verhalten an den Tag legen. Sie suchen die Herausforderung und haben keine Angst vor Neuem.
Ein Montessori-Material, dass vollständig vom Kind beherrscht wird, übt kaum noch Anreize aus.
Kinder nehmen sich dann selbständig schwierigerer Materialien an.
Die Kinder sind mit ihrer freien Wahl nicht alleine. Erzieher und Lehrer unterstützen die Kinder bei der Auswahl des richtigen Materials.
Natürlich gibt es einen kleinen Teil Kinder, die den Weg des geringsten Widerstands gehen. Dann
greifen Pädagogen, z.B. mit einer Auswahl an geeigneten Montessori-Materialien ein. Somit kann das Kind nur noch aus einem Teil der Materialien wählen und ist gezwungen eines der vorausgewählten Materialien zu nutzen.

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