Grundschule

Pädagogische Grundlagen

Der formulierte Bildungs- und Erziehungsauftrag des Thüringer Grundschullehrplans ist Vorgabe und Ziel für die tägliche pädagogische Arbeit. Im Unterschied zu anderen pädagogischen Modellen , die hinsichtlich bestimmter Inhalte Schwerpunkte setzen, ist die Montessori-Pädagogik ganzheitlich ausgerichtet, d. h. sie versucht, allen wichtigen elementaren Kulturbereichen gerecht zu werden und sowohl die geistigen/kognitiven, als auch die gestaltend kreativen und emotionalen Fähigkeiten, die religiöse Erziehung eingeschlossen, in gleicher Weise zu fördern und den individuellen Neigungen und Begabungen der Kinder zu entsprechen.

Angebote

Als Ganztagsschule bieten wir allen Schülern zusätzlich zur Thüringer Stundentafel  in ergänzenden Angeboten die Möglichkeit, an drei Tagen der Woche ihre Talente, Begabungen und Interessen zu entfalten. Es ist am Montag, Dienstag und Donnerstag für jeden etwas geboten.

Die Kinder der zweiten Klasse gehen ins Badehaus, um sich auf den Schwimmunterricht in Klasse 3 vorzubereiten. Aus Klasse 1 und 2 nehmen Kinder am Englisch-Angebot teil. Eine Gruppe lernt Gitarre. Bei Wissen macht AHHHH! beschäftigen sich die Kinder mit Themen aus Naturwissenschaften und Umwelt. Es besteht weiterhin die Möglichkeit, am PC zu arbeiten, Origami zu praktizieren und … und … Ach ja: Und ein Klassengebot gibt es auch hin und wieder, in dem sich die Klasse einem selbstgewähltem Thema widmen kann.

Was aber ist am Mittwoch, was am Freitag? Tohuwabohu? Halligalli?
Weit gefehlt: Mittwoch ist Hausaufgabentag.
Die Schüler bekommen in der Regel freitags Hausaufgaben für den nächsten Freitag auf. Diese können nun am Hausaufgabentag unter pädagogischer Aufsicht oder natürlich auch zu Hause (unter hoffentlich auch recht pädagogischer elterlicher Aufsicht) erledigt werden. Ist letzteres der Fall, kann das Kind am Mittwoch andere Aufgaben lösen.

Freitags können die Kinder nach dem Unterricht / Mittagessen nach Hause gehen bzw. abgeholt werden, aber auch bis 15.00 oder 17.00 Uhr (vertraglich geregelt) die Hortbetreuung in Anspruch nehmen.

Lehrpläne und Stundentafel

Es wird nach den Lehrplänen des Freistaates Thüringen innerhalb einer 4-jährigen Beschulung unterrichtet. Danach ist der Übergang an weiterführende Schulen gewährleistet.

Unterrichtsstruktur

Der Unterricht erfolgt nach den Methoden der Montessori-Pädagogik, die in einem Wechsel zwischen fachunterrichtlicher Vermittlung und Freiarbeit die Themenbereiche entsprechend sinnvoll zusammenstellen. Die Lernziele des Thüringer Lehrplanes werden mit den Mitteln der Montessori-Pädagogik und der besonderen Tagesablaufgliederung erreicht, so dass ein Anschluss an weiterführende Beschulungen gegeben ist.

Schulart

Die Grundschule wird als voll gebundene Ganztagsschule entsprechend dem Gesetz für Schulen in freier Trägerschaft geführt. Sie unterliegt der Schulaufsicht des Schulamtes Nordthüringen.

Einzugsgebiet

Entsprechend des Elternwunsches werden die Kinder aus der Stadt und dem Landkreis Nordhausen aufgenommen. Die Montessori-Pädagogik gibt die Möglichkeit, sehr individuelle Beschulungsansätze für Kinder mit und ohne Behinderungen, verbunden mit der entsprechenden Förderung, vorzuhalten.

Freiarbeit und gebundener Unterricht

Früher standen in einer Klasse nur die Tische und Stühle für die Kinder und den Lehrer oder die Lehrerin. An der Wand hing die Tafel. Die Kinder saßen im Unterricht nebeneinander und mussten sehr still sitzen. Der Lehrer sagte, was sie tun sollten, und alle Kinder taten das Gleiche. Die Schüler erhielten beim Lernen nur sehr wenig Arbeitsmaterial. Deswegen verstanden viele Kinder nur schwer, was der Lehrer oder die Lehrerin erklärte. Maria Montessori veränderte die Art des Unterrichts:

Hilf mir, es selbst zu tun!  

Frei nach diesem Motto ergeben sich folgende Grundsätze und Prinzipien für die Arbeit mit den Kindern:

Kinder brauchen Bewegungsfreiheit:

Kinder bewegen sich, wenn sie lernen. Sie stehen auf, um sich ihre Arbeitsmittel zu holen, sie bringen sie zum Tisch oder rollen einen Teppich aus, wenn sie auf dem Boden arbeiten wollen. Sie sitzen, stehen oder hocken, wenn sie arbeiten. Sie bewegen ihre Hände und benutzen Gegenstände.

Kinder brauchen Entscheidungsfreiheit:

Sie wollen mitentscheiden, welche Arbeiten sie durchführen. Sie haben Ideen und wollen ihre Vorhaben verwirklichen. Deswegen machen während der Freiarbeit nicht alle das Gleiche. Anja rechnet mit dem Markenspiel, Tobi schreibt eine Geschichte, Maxi zeichnet Tiere ab, und Sven arbeitet mit dem Hunderterbrett.

Kinder brauchen Zeitfreiheit:

Wenn sich Kinder für etwas interessieren, wollen sie so lange daran arbeiten, bis das Interesse nachlässt. Anja rechnet mit dem Markenspiel eine halbe Stunde. Dann entscheidet sie sich für eine andere Arbeit. Tobi braucht für die Tausenderkette einen ganze Stunde und noch einmal 10 Minuten zum Aufräumen. Katja und Anna arbeiten fast 90 Minuten mit der Steckkarte. Alle Kinder dürfen unterschiedlich lange bei ihrer Arbeit bleiben.

Kinder brauchen einen Klassenraum mit vielen Arbeitsmitteln :

  • mit dem goldenen Perlenmaterial,
  • dem Rechenrahmen und der großen Division;
  • mit den Leseübungen, den Wortsymbolen und der Satzgliederung;
  • mit den Steckkarten, den Erdteilpuzzles, mit den Tier- und Pflanzenkarten; und noch mit ganz vielen anderen Sachen. Alle Dinge müssen so gemacht sein, dass Kinder damit arbeiten und selbstständig lernen können.

Kinder brauchen Lehrer und Lehrerinnen:   

  • die ihnen erklären, was sie lernen können und sollen,
  • die ihnen zeigen, was man mit den Arbeitsmitteln macht,
  • die ihnen helfen, wenn sie etwas nicht verstanden haben,
  • die sie anhalten, friedlich miteinander umzugehen,
  • die sie loben, wenn sie etwas gut gemacht haben,
  • die sie aufmuntern, wenn sie Misserfolge hatten.

Montessori – Alternative Schulmöglichkeit in Nordhausen!

Wir, die Montessorischule, sind eine staatlich anerkannte Grundschule und selbstverständlich an den Thüringer Lehrplan gebunden. Alle pädagogischen Inhalte werden fachgerecht vermittelt. Nur das Wie? ist bei uns anders.
Maria Montessori, eine international anerkannte Ärztin und Pädagogin hat zusammen mit Friedrich Fröbel und anderen Vorreitern anschauliche Materialien und Methoden entwickelt, die den Kindern das Lernen einfacher und verständlicher machen.
Mathematik und Deutsch zum Anfassen, Ausprobieren und Entdecken – das ist eine prima Art und Weise, um den Kindern die Angst vorm Lernen und Versagen zu nehmen.

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