Degamba – Lebensmittel angekommen!

Liebe Äthiopienpaten,- und freunde,
nachdem am Freitag auf Grund von 4 neuen Coronafällen in Mekele alle Straßen in Tigray gesperrt wurden, konnten Ephi und Kiros heute endlich nach Degamba aufbrechen und die ersten Lebensmittel dort abliefern und verteilen.
Die Bewohner  haben sich riesig darüber gefreut. Anbei ein paar Fotos der Aktion.
Eine 2.Aktion werden wir nach Absprache mit den Dorfältesten  in Kürze auf den Weg bringen.
Vielen Dank an dieser Stelle nochmal für eure großartige Unterstützung und eure Spenden! 
Liebe Grüße Eure Katrin Cieslak

 

 

DANKE!! – 1. Lebensmittellieferung

Liebe Äthiopienpaten – und freunde!
ein ganz großes Dankeschön für euer schnelles und beherztes Handeln! Ich bin begeistert. Bis heute kamen bereits 1.500 € zusammen! Eine große Hilfe für Degamba!
Die Stadt Mekkele, in der meine Freunde Kiros und Ephi leben, darf derzeit von den Einheimischen nicht verlassen werden. Deshalb bin ich besonders dankbar, dass mein Freund Ephi auf Grund seines Jobs eine Sondergenehmigung hat und damit auch nach Degamba fahren darf. Somit werden er und  Kiros morgen eine erste Ladung Lebensmittel, Reis und Öl nach Degamba bringen. Dies wird nach Rücksprache mit den Dorfältesten an die allerärmsten Familien im Dorf verteilt. So werden einige Familien, die auf Grund der schlechten Ernte im letzten Jahr und sehr kleiner Felder, eine Weile versorgt sein.
Ich freue mich riesig über eure schnelle Unterstützung und es ermutigt mich, gemeinsam mit Euch und vielen lieben helfenden Händen diese Menschen weiter zu unterstützen und glücklich zu machen.

Eine 2. Lieferung ist geplant, denn die Lebensmittel werden nicht ewig reichen und die Hilfsorganisationen verteilen meistens nur in den Städten Lebens,-und Desinfektionsmittel. Somit ist wie immer die Not in den Dörfern am größten. Inzwischen hat die 2. Heuschreckenplage im Süden Äthiopiens begonnen. Hoffen wir, dass der Wind schlecht steht und die Schwärme vielleicht einen anderen Weg einschlagen und Tigray weitestgehend verschont bleibt!
Ich werde euch auch weiterhin auf dem laufenden halten und in Kürze auch ein paar aktuelle Fotos auf meiner website einstellen.
Liebe Grüße
Katrin Cieslak

Freunde zu Besuch

Was für eine Freude! Kiros und sein Freund Ephrem aus Äthiopien besuchten am 7. Juni 2018 unsere Schule nun schon zum dritten Mal. Wieder gab es Post aus Degamba, unserer Patenschule, und von uns Geschenke und Briefe für die äthiopischen Kinder. Die Klassen 3 und 4 präsentierten einen englischen Song und einen Chant. In der Pause versuchten sich viele Grundschüler an einem kleinen englischen Smalltalk mit den Gästen. Diesmal begleiteten Kiros und Ephrem auch den Sportunterricht und nahmen sogar am Schwimmunterricht teil. Die Kinder staunten nicht schlecht, als sie doch viel besser schwimmen konnten als die Äthiopier. Doch sie haben Verständnis dafür. Schließlich lernten sie von den Unterschieden der Bedingungen und Chancen in der Bildung in dem afrikanischen Land. Im nächsten Jahr soll der Besuch einen größeren Zeitraum einnehmen. Viel zu kurz! Beschwerten sich unsere Schüler. Aber für die Gäste wurde es Zeit zu gehen, denn ein weiterer Schulbesuch stand an. Herr König, der Schulleiter des Herder-Gymnasiums, unterstützte uns in unserem Vorhaben, den afrikanischen Gästen eine weiterführende Schule vorzustellen und dort hospitieren zu können. Die Klasse 5/1 erwartete die kleine Delegation. Die Englischlehrerin, Frau Arnold, der Fünftklässler band die Hospitanten in ihren Unterricht ein. Und schon gewann das Sprechen in englischer Sprache an Fahrt. Kiros zeigte den Kindern auch, wie ihre Namen in Tigrinisch an der Tafel aussehen. Immerhin gibt es 253 verschiedene Schriftzeichen mit bestimmten Variationen. Eine andere Welt! Ein Höhepunkt des Besuchs der 5/1 war außerdem, dass ehemalige Monte-Schüler nun ihren Kiros begrüßen konnten. Und Kiros erinnerte sich natürlich. Ihn haben die Kinder, ob es die Grundschüler waren oder die Gymnasiasten, sehr beeindruckt. Er wünscht sich so sehr, dass es eines Tages eine Begegnung zwischen Kindern aus Degamba und aus Nordhausen geben wird. Man kann so viel voneinander lernen! Mal sehen, wie es mit der Schulpatenschaft weitergeht! Wir freuen uns jedenfalls auf zukünftige Begegnungen.

Katrin Cieslak, die Initiatorin der Zusammenarbeit, informierte uns, dass es inzwischen über 80 Patenschaften in unserem Degamba-School-Projekt gibt. Vielen lieben Dank für die Unterstützung! Großartig!

Sabine Dreßler

Drei Jahre Schulprojekt Degamba – eine beeindruckende Reise

Unglaublich- wie schnell doch zwei Wochen vergehen können! Heute, seit dem 14. Oktober sind wir wieder da – unsere kleine Reisegruppe, bestehend aus neun Personen.

Am 30. September begannen wir unsere Reise in dieses fremde, ferne Land Äthiopien. Zwei Beweggründe führten uns nach Afrika: Erstens gibt es nur den einen Weg, Spendengeld und Geschenke aus unserem Hilfsprojekt der Degamba-Schule zukommen zu lassen. Man reist also selbst dorthin. Zweitens interessierten uns natürlich Land und Leute, welche uns schon von Katrin Cieslak und ihren Mädels vorgestellt wurden.

Mächtig aufgeregt waren wir, als unsere Wanderung durch die tigrinische Landschaft uns in die Community von Degamba führte. Kiros, unser Guide und äthiopischer Projektbetreuer, hatte uns berichtet, dass extra für uns ein Schaf geschlachtet und eine Zeremonie vorbereitet wurde. Am Dorfrand angekommen, begrüßten uns schon neugierig und überaus freundlich viele Kinder jeden Alters und Erwachsene. „Ferenji, Ferenji!“, der Ausdruck für weiße Ausländer, riefen die Kinder und begleiteten uns bis zur Schule. Wir betraten das Schulgelände und das ausführliche Herzlich Willkommen begann. Der Dorfvorsteher, Schuldirektor, der Englisch-Lehrer und so viele andere Personen schüttelten unsere Hände und empfingen uns mit dem äthiopischen Schultergruß. Vorm Eingang des neu eingerichteten Schulmuseums standen die Kinder. Auf Englisch sangen sie ihren Willkommensgruß und präsentierten ihr neues Plakat. Zu Tränen gerührt lasen wir vom dritten Jahrestag der Unterstützung der Montessori-Schule für die Degamba-Schule, dass wir Brüder und Schwestern wären und es sich um eine Partnerschaft von größter Bedeutsamkeit handle.

Freundlich schoben uns die Gastgeber in das Museumsgebäude. Der Raum war für unsere Verhältnisse ziemlich dunkel. Doch konnte man die vielen Bilder und Texte zur Geschichte des Landes gut erkennen. In der Mitte des Raumes waren viele Stühle aufgebaut. Zusammen mit Vertretern der Community, der Schule und Eltern der Schüler verfolgten wir die Reden der Persönlichkeiten der Degamba-Schule. Kiros half durch seine Übersetzungen zu verstehen, wie dankbar die ganze Schule, ja, das ganze Dorf sind für die Förderung der Bildung vor Ort. Schließlich wurden wir, einer nach dem anderen, nach vorn gebeten und jeder bekam ein Geschenk. Die Frauen und Mädchen jeweils ein handgefertigtes Kleid, die Männer ein Tuch. Schließlich überreichten wir den Spendenbeitrag und die Patenschaftsgelder in Höhe von 2552 € plus 600 € Spenden vom Martin-Luther-Kirchentag in Nordhausen. Kiros hatte in unserem Auftrag das Geld bereits in die äthiopische Währung wechseln lassen. Und so drückten wir dem Schuldirektor ein riesiges Bündel von Geldscheinen in die Hand. Über 84000 Birr! Tosender Applaus und ungeheure Freude beeindruckten uns sehr.

Nach diesem feierlichen Akt wurden wir im Freien zu Tisch gebeten. Es gab Injera, das Nationalgericht, mit dem scharf zubereiteten Schafsfleisch. Viele Fotos wurden geschossen, wir wurden durch die Schule geführt. Stolz präsentierten die Äthiopier den neu gestrichenen Klassenraum der Meles-Klasse und deren neue Tische und Stühle. Ergebnis der Vorjahresspende! Vom diesjährigen Geld soll das Dach teilweise mit durchscheinendem Material ersetzt werden, damit es im Klassenraum heller wird. Außerdem sollen jede Menge Schülertische und-stühle repariert werden. Weitere Klassenräume erhalten einen neuen Anstrich. Kiros wird jedenfalls alle Verbesserungen überwachen und uns davon berichten.

Da die Zeit eilte- in Äthiopien geht die Sonne zu dieser Jahreszeit ziemlich schnell gegen 18 Uhr unter- konnten wir das große Auspacken der Geschenke nicht mehr beobachten. Wir hatten noch einen langen Wanderweg zu unserer Unterkunft zu bewältigen. Also verabschiedeten wir uns. Lange begleiteten uns die Kinder noch auf unserem Weg aus dem Dorf. Unterwegs grüßten uns freundlich die Männer und Frauen von den Feldern. Immer wieder wollten die Kinder fotografiert werden und uns die Hand geben. Es fiel uns schwer, diese überaus freundlichen Menschen zurückzulassen. Wir sind uns einig: Das war sicher nicht unser letzter Aufenthalt in Degamba!

Liebe Freunde unseres Projektes „Degamba-Schule“,

eigentlich reichen Worte nicht aus, der Dankbarkeit der Degamba-Community für die Unterstützung ihrer Schule Ausdruck zu verleihen. Ich will es dennoch hier stellvertretend für sie tun. Danke für das Über-den-Tellerrand-Schauen,  für das Mitfühlen, für das Verantwortung übernehmen, für die Großzügigkeit!

Sabine Dreßler

Hilfe für Degamba – ein persönliches Schulprojekt

Degamba ist ein kleines Dorf in den Bergen im Osten Äthopiens.
In der dortigen Schule lernen ca. 1000 Schüler von der 1. bis zur 8. Klasse und 84 Kindergartenkinder. In einer Klasse lernen 50 – 60 Schüler. Die Kinder kommen aus den umliegenden Dörfern und müssen einen Schulweg von bis zu 8 Kilometern zurücklegen.


Für die staatliche Schule stehen nicht ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung. Es gibt keinen Strom und kaum Wasser. Es fehlen Stühle und Lehrmaterialien wie Bücher, Stifte, Hefte, Schreibmaterialien und Schulinformationen. Teile der Schule wurden von der Gemeinde selber gebaut.

Was können wir tun?

Helfen können Sie mit der Übernahme einer Patenschaft für die Kinder der 1. Klasse.
Für nur 12 € im Jahr können für einen Schüler Unterrichtsmaterialien gekauft werden.
Die meisten Eltern sind so arm, dass sie selbst dieses Geld nicht aufbringen können.
Die unterstützten Kinder werden Bilder von sich schicken und Briefe in englischer Sprache schreiben.

Wie entstand die Idee?

Die älteste Tochter der Familie Cieslak absolvierte 2014 ein halbes Jahr freiwilligen Dienst in einem Kindergarten in Adigrat in Athöpien. Dadurch und bei einem Besuch der Familie entstanden viele persönliche Kontakte und Eindrücke.
Für Familie Cieslak stand aufgrund dieser Erlebnisse und der Erkenntnis über die Not in Äthopien schnell fest: Wir wollen helfen, indem wir ganz konkret eine Schule in den Bergen von Äthopien unterstützen.

Für weitere Infos wenden Sie sich bitte an

Katrin Cieslak
Telefon 0157-56566243
E-Mail: kati_cieslak@yahoo.de

https://degambaschool.wixsite.com/degamba

Wir alle können helfen!

Ihr Montessori-Team

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